Weisheitszahnentfernung

Evolutionsbedingt besteht zu wenig Platz in Ober- und Unterkiefer, so dass die Weisheitszähne, die achten bzw. hintersten Zähne der Zahnreihen, häufig im Knochen verlagert sind und am Durchbruch gehindert werden. Sie bleiben dann entweder bedeckt im Kiefer (Retention) oder brechen teilweise durch (Teilretention).

Weisheitszähne verursachen häufiger als andere Zähne Probleme. Deshalb empfiehlt es sich oft, sie auch im gesunden Zustand zu entfernen, wenn beispielsweise bei Platzmangel durch den Wachstumsdruck die Zahnreihe verschoben oder Nachbarzähne geschädigt werden, weil ein regelrechtes Durchbrechen nicht möglich ist. Dies kann auch den langfristigen Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung gefährden, verhindern oder wieder zunichte machen. Auch wenn die zahnärztliche, vor allem prothetische Versorgung von Nachbarzähnen ansteht, sollte eine vorherige Weisheitszahnentfernung durchgeführt werden. Dringend notwendig wird eine Behandlung bei tiefer Karies oder Entzündungen in unmittelbarer Umgebung des betroffenen Zahnes, wie auch bei Zystenbildung und weisheitszahnbedingten Gesichtsschmerzen oder Symptomen von Allgemeinerkrankungen.

Zunächst muss eine Röntgendiagnostik zur Darstellung der Lage der Weisheitszähne und vor allem im Unterkeifer auch der Nervenkanäle durchgeführt werden, um den Eingriff optimal planen und Nervenschädigungen vermeiden zu können. Teilweise ist hierfür auch ein CT (Computertomografie) oder DVT (Digitale Volumentomografie) notwendig. Bei durchgebrochenen Weisheitszähnen und günstigem Wurzelverlauf erfolgt eine einfache Zahnextraktion, bei noch nicht durchgebrochenen Weisheitszähnen oder ungünstigem Wurzelverlauf ist eine operative Weisheitszahnentfernung notwendig. Beide Behandlungen werden schmerzfrei in lokaler bzw. regionaler Betäubung durchgeführt. Im allgemeinen kommt es nach der operativen Therapie zu einer vorübergehenden Schwellung, größere behandlungsbedürftige Komplikationen sind jedoch selten. Ausführliche Informationen für Ihr Verhalten nach dem Eingriff erhalten Sie von uns bereits im Rahmen des Aufklärungsgesprächs.